Was ist eigentlich Glück? Jeder, der diese Frage liest, wird wahrscheinlich seine ganz eigene Antwort darauf haben. Glück in der Partnerschaft? Glück im Geld? Jackpot im Lotto? Glück im Job? Endlich die ersehnte Position und Anerkennung?

Glücksforscher rund um den Globus beschäftigen sich mit der Frage, ob Menschen „glücklich-sein“ lernen können. Ich finde, eindeutig ja! Dafür bin ich selbst ein Beispiel. Denn meine Startvoraussetzungen ins Leben und die Prägungen aus meinem sozialen Alltag waren nicht gerade das, was ich heute „himmel hoch jauchzend“ nennen würde.

Hier eine persönliche Glücks-Geschichte aus meinem Alltag-am-Samstag, die ich auf der Fahrt mit meinem Cabrio erlebte. Möge sie euch inspirieren:

Mein Mann fährt, wir unterhalten uns. Vor uns zwei Autos kurz vor der Auffahrt zur Autobahn: Ein Porsche und ein Transporter. Letzterer hatte seitlich große Türklappen, die nach außen geöffnet wurden. Sah für mich aus, wie eine Pferde-Transporter. Alle Autos fuhren höchstens 40 km/h, denn die Auffahrt war schon in Sicht. Von gegenüber waren auch noch Fahrzeuge zu sehen, die einscheren wollten. Plötzlich – wenige Meter vor dem Einbiegen auf die Autobahnauffahrt, löst sich die rechte Seitenklappe des Transporters. Die Türklappe knallt auf die Fahrbahn und bleibt am Bordstein hängen. Der LKW checkte es gar nicht so schnell und war schon leicht am Schleudern. Wir konnten das in Zeitlupe beobachten. Mit ziemlich mulmigen Gefühl. Dann merkt der Fahrer, was passiert, um kommt quer über 2 Fahrspuren zum Stehen. Der Verkehr steht schon! Dann steigt er aus, wütend, Kopf schüttelnd. Lautstark meckert er seinen LKW an, die Tür sowieso. Er schafft es – zum Glück – die Klappe wieder hochzuheben und – nochmal Glück – sie lässt sich wieder schließen!

Glück kommt so schnell – hoffentlich erkennst du es?

Wut schnaubend läuft er wieder zum Fahrersitz zurück. Wir sehen es wie im Kino. Er war so mit sich und seinem Ärger beschäftigt, dass er nicht auf die Idee kam, uns ein kurze Handbewegung „Sorry“ zu zeigen. Brummend stieg er ein und fuhr weiter.

Wut rauslassen okay – Motzen okay – dann wieder umschalten auf „Glück gehabt“ und „Danke sagen“

Ich wünsche ihm von Herzen, dass er im Nachhinein erkennt, welches Glück er hatte – und auch wir! Wären wir ein bisschen schneller gefahren, hätten wir eine Massenkarambolage gehabt. Wäre es auf der Autobahn passiert, hätte seine Seitenklappe die Autos von der Nachbarspur gleich mit erwischt. Ich kann mir noch lange ausdenken, was alles hätte passieren können. Das führt erstens nicht weiter und darum geht es mir hier auch nicht. Es geht darum, an einem Mini-Beispiel zu zeigen, wie sehr Glück dauernd im Alltag da ist. Und doch oft nicht erkannt wird. Wie schade! Wie traurig!

Glück ist ein Muskel

Und darum geht´s! Achtsam sein, wachsam sein, präsent sein im Moment. Schnell – schnell, hilft oft nicht weiter. Auch, wenn Viele das glauben und noch mehr sich wünschen. Glück ist wie Muskel. Irgendwo in dir ist er. In deinem Kopf, in deinem Herzen, in deinem Körper. Nur, wenn du weisst, dass ein bisschen Aufmerksamkeit und Training dein Glück jeden Tag ein größer machen, kannst du es auch tun. Du hast es in der Hand, dich selbst möglichst oft am Tag in eine Lage zu versetzen, dein Glück zu erkennen. Jeden Tag kannst du deinen Glücksmuskel trainieren. Allein ihm Aufmerksamkeit schenken, trainiert ihn schon. Zwei Minuten in deinem ganz normalen Alltag reichen völlig. Mit der Zeit wird er kräftiger. Das wirst du sehen. Das wirst du merken. Genau wie beim Training deiner Bauch- oder Po-Muskeln.

Taten machen Muskeln fit

Ein Bruchteil einer Sekunde kann dein Leben verändern. Du kannst es verändern! Du entscheidest das. Jeden Tag. In deinem ganz persönlichen Alltag. Mein Job ist es nur, dich zu inspirieren. Dich daran zu erinnern. Denn wissen, tust du das auch ohne mich. Und was hab´ich eigentlich davon? Ganz einfach: ich habe das selbst ausprobiert. Und lebe heute ein tolles Leben. Deshalb finde ich, je mehr Menschen sich glücklich fühlen, desto mehr Glück bekommen sie. Das macht die Welt freundlicher, gelassener und allen geht es besser. Mit Gesundheit, mit Fitness, in der Liebe und im Beruf. Das habe ich ausprobiert. Und es funktioniert. Nicht immer – aber oft.

If you know better, you can do better!

Ich kann das heute deshalb sagen, weil ich weiß, wie mein Leben war, als ich meinen Glückmuskel noch nicht trainiert habe. Denn ich wusste nicht mal, dass es ihn gibt.

Wie sagt der schlaue Volksmund: „If you know better, you do better“. In diesem Sinne freue ich mich darauf, wenn meine Alltags-Geschichte vielleicht hilft, dass dein Alltag ein bisschen glücklicher wird.

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